Night City Raiders_
Wessel Comé

Solo

Thabo

Wessel Comé

Spieler: Irmdraut · Gruppe: Newbie-Gruppe

Profil

Mit knapp zwei Metern Körpergröße, einer athletischen Statur und einem meist ausdruckslosen Gesicht wirkt Thabo einschüchternd, noch bevor er ein Wort sagt. Gespräche führt er selten länger als nötig.

In Dogtown hat ihn seine Schweigsamkeit am Leben gehalten. Worte konnten dort genauso gefährlich sein wie Kugeln. Deshalb spricht Thabo nur, wenn er glaubt, etwas Sinnvolles beizutragen. Seine wenigen Sätze sind meist direkt und ohne Umschweife.

Er bewegt sich mit der Selbstverständlichkeit eines Mannes, der jeden Raum automatisch nach Deckung, Fluchtwegen und potenziellen Bedrohungen absucht. Gewalt ist für ihn weder Selbstzweck noch Vergnügen – sie ist ein Werkzeug. Wenn es zum Kampf kommt, handelt er schnell, kompromisslos und ohne unnötige Grausamkeit. Er kämpft, weil er überzeugt ist, dass Zögern in Dogtown den Tod bedeutet.

Seinen Spitznamen "Thabo" trägt er seit seiner Kindheit. Ein älterer Straßengangster gab ihm den ironischen Namen, weil der Junge niemals lachte. Der Name blieb, lange nachdem sich niemand mehr an den eigentlichen Witz erinnerte.

Hintergrund

Wessel "Thabo" Corné wurde vor 25 Jahren in Dogtown geboren. Seine Familie hatte südafrikanische Wurzeln, doch von der Hoffnung auf ein besseres Leben blieb in den Ruinen der alten Militärzone nicht viel übrig. Seine Eltern waren selten zu Hause – nicht aus Bosheit, sondern weil das Leben in Dogtown kaum Raum für etwas anderes ließ als ums Überleben zu kämpfen.

Die Straße wurde zu seiner Erziehung.

Thabo lernte früh, dass Stärke und Vorsicht wichtiger waren als Vertrauen. Er lernte, wann man kämpfen musste, wann man verschwinden sollte und welche Namen man besser nicht laut aussprach. Dogtown machte ihn hart, lange bevor er überhaupt wusste, was er mit seinem Leben anfangen wollte.

Schon als Jugendlicher übernahm er kleine Jobs für Fixer und lokale Gruppen. Was als Botengänge und einfache Schutzaufträge begann, entwickelte sich schnell zu einer Karriere als Solo. Thabo war nie der Typ, der wegen Ruhm oder Anerkennung kämpfte. Er war zuverlässig, ruhig und erledigte seine Arbeit.

In einer Stadt voller großer Egos wurde genau das zu seinem Ruf.

Der Auftrag, der alles veränderte

Der Auftrag sollte Thabos großer Schritt nach vorne werden.

Eine wichtige Zielperson musste sicher durch Dogtown gebracht werden. Die Bezahlung war außergewöhnlich hoch – genug, um seine Schulden zu reduzieren und vielleicht endlich die Möglichkeit zu bekommen, Dogtown hinter sich zu lassen.

Für Thabo war es die Chance, die er immer gesucht hatte.

Was er nicht wusste:

Die Informationen über den Auftrag waren bereits verkauft worden.

Denzel, ein ehemaliger Kollege und Freund, hatte den Auftrag an das NCPD weitergegeben. Zu dieser Zeit arbeitete Denzel bereits als Informant und versorgte die Behörden mit Informationen aus Dogtown.

Für Denzel war es ein Geschäft.

Für Thabo war es der Anfang seines Untergangs.

Der Fehlschlag

Als Thabo und sein Team die Zielperson aus Dogtown bringen wollten, wartete kein gewöhnlicher Hinterhalt auf sie.

Die Route war bekannt.

Die Gegner waren vorbereitet.

Aus einem einfachen Transportauftrag wurde ein Kampf ums Überleben.

Die Zielperson wurde getötet.

Mehrere Menschen starben.

Und Thabo musste eine Entscheidung treffen: Weiterkämpfen und möglicherweise alle verlieren – oder abbrechen und wenigstens die Überlebenden retten.

Er entschied sich für den Rückzug.

Die Mission war gescheitert.

In den Augen von Bargheist spielte es keine Rolle, warum.

Ein Auftrag war ein Auftrag.

Und Thabo hatte versagt.

Die Folgen

Nach diesem Ereignis verlor Thabo seinen Ruf bei vielen Fixern und Auftraggebern. Aus einem vielversprechenden jungen Solo wurde jemand, dessen Name mit einem gescheiterten Auftrag verbunden war.

Bargheist machte aus dem Verlust eine Rechnung.

Die ursprüngliche Bezahlung reichte nicht annähernd aus, um den Schaden zu decken. Gebühren, Zinsen und "Wiedergutmachung" verwandelten eine schlechte Situation in eine lebenslange Schuld.

Seitdem arbeitet Thabo härter als je zuvor.

Nicht, um berühmt zu werden.

Nicht, um reich zu werden.

Sondern um irgendwann frei zu sein.

Er will genug Geld verdienen, um seine Schulden zu begleichen und Dogtown endgültig verlassen zu können.

Heute

Heute arbeitet Thabo als Solo für jeden, der bereit ist, seinen Preis zu zahlen. Er nimmt gefährliche Aufträge an, weil er weiß, dass er sich keine Schwäche leisten kann.

Sein Ziel ist einfach:

Ruhe.

Ein Leben, in dem er nicht jeden Morgen überlegt, wer ihn finden will.

Ein Ort, an dem er schlafen kann, ohne eine Waffe griffbereit zu haben.

Doch bis dahin muss er mit den Konsequenzen seiner Vergangenheit leben.

Denn in Dogtown vergisst niemand einen gescheiterten Auftrag.

Und Thabo hat nie vergessen, wer ihn verraten hat.

Beziehungen

Ramos – Freund und Emergency Call

Ramos ist einer der wenigen Menschen, denen Thabo wirklich vertraut.

Früher waren sie Rivalen. Beide wollten sich als Tech bzw. Solo in Dogtown beweisen und standen regelmäßig in Konkurrenz um Aufträge und Anerkennung. Aus dieser Rivalität entstand mit der Zeit Respekt.

Ramos war einer der wenigen Menschen, die hinter Thabos schweigsamer Fassade mehr gesehen haben.

Heute ist er sein erster Ansprechpartner, wenn mit seiner Ausrüstung etwas nicht stimmt. Ob Cyberarm, Waffenmodifikation oder irgendein technisches Problem – Ramos ist derjenige, den Thabo anruft.

Nicht, weil er viele Freunde hat.

Sondern weil Ramos einer der wenigen ist, die geblieben sind.

Denzel – Feind

Denzel war einst mehr als nur ein Kollege.

Er war ein Freund.

Ein Rocker aus Dogtown, mit dem Thabo Seite an Seite gearbeitet hatte. Sie verstanden sich, weil sie ähnlich waren: stolz, misstrauisch und bereit, alles zu tun, um zu überleben.

Doch Denzel hatte eine andere Grenze als Thabo.

Als Informant für das NCPD verkaufte er Informationen über den Auftrag, der Thabos Leben zerstörte.

Ob aus Geldnot, Angst oder Überzeugung, das Richtige zu tun – Denzel entschied sich für seinen eigenen Vorteil.

Für Thabo gibt es dafür keine Entschuldigung.

Nicht, weil Verrat in Night City ungewöhnlich wäre.

Sondern weil Denzel genau wusste, wen er damit ins Messer laufen ließ.

Lisa – die verlorene Liebe

Lisa war einer der wenigen Menschen, bei denen Thabo nicht der Solo aus Dogtown sein musste.

Bei ihr konnte er Wessel sein.

Sie sah nicht den Kämpfer, nicht den Cyberarm und nicht den Ruf, den andere über ihn verbreiteten.

Doch nach dem gescheiterten Auftrag änderte sich alles.

Thabo wurde besessen davon, seine Schulden zu begleichen und seinen Ruf wiederherzustellen. Er glaubte, erst ein besseres Leben verdient zu haben, wenn er seine Vergangenheit bereinigt hatte.

Lisa hatte jedoch ihr eigenes Ziel.

Ein Ziel, das nicht mit Thabos Weg vereinbar war.

Am Ende verloren sie sich nicht, weil sie keine Gefühle mehr füreinander hatten.

Sondern weil Thabo nicht loslassen konnte.

Erstellt 20.07.2026 · aktualisiert 22.07.2026

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